B.A.R.F.

Ich barfe meinen Hund weil:

  • die Zusammensetzung des Futters selbst bestimmt werden kann
  • mich das Konzept überzeugt
  • natürliche Rohstoffe verwendet werden
  • B.A.R.F. zu mir und meinen Lebensumständen passt
  • es ihm damit gut geht
  • es einfach umzusetzen ist

Auf meiner Seite möchte ich keine Werbung für B.A.R.F. machen, sondern zeigen wie ich das Barfen umsetze. Ich verwende dazu Schweizer Fleisch  das überall gut erhältlich ist. Es braucht nicht viel Aufwand und ist auch nicht teurer wie gutes Trockenfutter. Aber es macht unendlich viel Spass meinem Hund zu zusehen wie er gerne frisst. Wegen dem Knochenanteil ist er auch eine Weile beschäftigt und kann nicht die ganze Mahlzeit herunterschlingen.

Ich hoffe mit meiner Anleitung einigen den Einstieg ins Barfen zu erleichtern!

Als erstes informiert euch übers Barfen. Via Internet z.B. (www.barfers.de) oder kauft euch ein gutes Buch zum Thema.

Ich kann euch BARF – Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde  von Swanie Simon empfehlen. Dazu muss ich sagen, dass ich nicht alle Ansichten dieser Autorin teile. Es geht mir nur um den Teil der Ernährung.

Erstellt euch einen Ernährungsplan für den Anfang. Hier ist mein Plan für meine Hündin Hera. Sie ist 7.8 kg schwer, ich rechne mit einem Gewicht von  8 kg weil es einfacher zum rechnen geht.

Ernährungsplan mit 2% des Körpergewichts

160 g Futtergesamtmenge  davon:

  •    30  g  Gemüse/Obst
  •  130 g Fleischmahlzeit aufgeteilt in
    • 90 g Fleisch
    • 10 g Fett
    • 30 g fleischige Knochen

 

Zusätzlich bekommt mein Hund mehrmals pro Woche ein getrocknetes Stück Pansen oder Rinderhaut und fürs Training hochwertiges Trockenfutter. Mit dieser Zusammensetzung behält sie ihr Gewicht sehr gut. Wir sind aber jeden Tag ca. 8-12 Km unterwegs.

Diese Produkte verwende ich:

Produkte Migros
Produkte Migros
Produkte naturaDOG
Produkte naturaDOG

naturaDOG

Knochen Migros
Knochen Migros
Sardinen Denner
Sardinen Denner

Das Fleisch und die Knochen werden ca. 1 Stunde bei Raumtemperatur angetaut und dann mit einem Brotmesser in Portionen geschnitten und in beschrifteten Dosen tiefgekühlt. Die Knochen aus der Migros zerkleinere ich nicht weiter. Die Portionengrösse stimmt recht gut. Pro Dose ist dann Fleisch, Knochen und Fett enthalten. Am Vorabend nehme ich eine Dose aus dem Tiefkühler und lasse sie über Nacht bei Raumtemperatur auftauen.

Tiefkühldosen
Tiefkühldosen

Das Gemüse bereite ich frisch zu. Im Kühlschrank lässt es sich problemlos 3-4 Tage lagern.

Zutaten Gemüsebrei
Zutaten Gemüsebrei

Das Gemüse wechsle ich immer mal wieder, je nach Saison, aber sicher 5 Sorten sind enthalten. Früchte gebe ich nur wenig, maximal 1/3 der gesamten Breimenge. Von den Kernen gebe ich ca. 1 EL zu, immer abwechselnd eine Sorte. Da ich selber Brot backe habe ich die Abgebildeten auf dem Foto meistens zu Hause. Es ist aber auch möglich gem. Haselnüsse, Mandeln oder Baumnüsse zuzugeben. Vom Salz gibt es nur 1 Prise.

Auf dem Bild fehlt das Öl. Ich nehme immer Rapsöl und gebe einen guten Schuss dazu.

Gemüse im Mixer
Gemüse im Mixer

Damit sich rohes Gemüse pürieren lässt braucht es einen grossen Schluck Wasser.

püriertes Gemüse
püriertes Gemüse

Das so pürierte Gemüse kommt angeschrieben in den Kühlschrank.

Damit ich die Fleischsorten schön abwechsle habe ich einen Wochenplan erstellt:

 

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
Rind/Herz

Rindsknochen

Gemüse

Fischöl

Pansen

Poulethals

Gemüse

Kokosöl

Pouletrücken

Leber

Gemüse

Hagebutten

Rind/Herz

Rindsknochen

Gemüse

(oder Fisch mit Gemüse)

Gemüse

Ei

Hüttenkäse

Seealgenmehl

Pansen

Poulethals

Gemüse

Kokosöl

Pouletrücken

Leber

Gemüse

Hagebutten

Unten in der Tabelle seht ihr die Zusätze die ich füttere. Es braucht jeweils nur ganz wenig (1KL voll)

Zusätze
Zusätze

Das Futter verteile ich auf 2 oder 3 Mahlzeiten über den Tag. Die Hälfte des Fleisches mit dem ganzen Knochen am Morgen. Somit gibt es keine Verdauungsprobleme mit dem Knochen. Am Abend den Resten Fleisch mit Gemüse gemischt. Die Zusätze mische ich unter das Gemüse. Meine Hündin frisst auch den leeren Gemüsebrei sehr gerne. Davon darf sie gerne auch etwas mehr als die angegebene Menge bekommen, z.B. am Mittag noch eine Portion.

Ich hoffe ich konnte euch einige praktische Tipps geben und euch ermutigen auch mit dem Barfen zu beginnen!